Summertime im Großen Süden 
Montag, November 20, 2006, 23:06 - Música


Foto: CPT Chile: http://www.visit-chile.org
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Filmtipp: Familia Rodante - Reisen auf Argentinisch 
Samstag, November 11, 2006, 22:34 - Just So
Zu sehen auf ARTE, Mittwoch, 22. November, 23.10 Uhr

"An sich kein Stoff für großes Kino", schreibt Eva-Maria von Geldern in der November-Ausgabe des ARTE-Magazins, der Programmzeitschrift des gleichnamigen TV-Senders, über das argentinische Roadmovie "Familie auf Rädern" (Familia Rodante) von Regisseur Pablo Trapero, das schon vor einiger Zeit in einem kleinen Berliner Programmkino zu sehen war. Die Story: Eine 12-köpfige Familie macht sich in einem altersschwachen Wohnmobil auf den Weg.

Grund der Reise: Die 84-jährige Emilia wird eingeladen, als Trauzeugin an der Hochzeit ihrer Nichte im heimatlichen Misiones, nahe der brasilianischen Grenze teilzunehmen. Gegen den Rat ihrer beiden Töchter Marta und Claudia beschließt die alte Frau, diese Einladung anzunehmen und die beschwerliche Reise von Buenos Aires nach Misiones zu tun. Und mehr noch: Sie besteht darauf, dass die gesamte Familie sie begleitet - samt Schwiegersöhnen, Enkelkindern und dem Baby-Urenkel. Weil alle - ohne es auszusprechen - wissen, dass dies Emilias letzte Reise sein könnte, fügt man sich. Martas übergewichtiger Ehemann Oscar lädt die ganze Sippe in sein klappriges Wohnmobil.

So brechen zwei verschwägerte Familien von Buenos Aires zu einer Familienhochzeit an der brasilianischen Grenze auf. Während der Reise der zwölfköpfigen Sippe in dem alten, kaputten Wohnmobil werden alte Familiengeheimnisse gelüftet und neue Verbindungen geboren. Die Fahrt ist alles andere als langweilig: Hinter jeder Kurve wartet eine andere kleine Katastrophe auf die bunte Reisegruppe...

Kommentar im ARTE-Magazin:

"In Traperos unspektakulären, subtil humorvollen Bildern steckt eine große Aussagekraft über die Befindlichkeit einer ganzen Gesellschaft - obwohl oder gerade weil zentrale Figuren von Laiendarstellern gespielt werden. - Improvisation und Experiment gehören schon fast zum Stilrepertoire der heutigen argentinischen Filmemacher, die den Filmen Authentizität verleihen, in manchen Fällen aber auch schlicht der Finanznot geschuldet sind. Denn trotz des Gesetzes von 1995, das eine Quote für argentinische Filme festlegt und einen Teil der eingespielten Einnahmen in einen Filmförderungsfonds umleitet, bleibt das Filmemachen in Argentinien ein hartes Brot. "Für Filme, die nicht dem üblichen Hollywood-Schema folgen und eine persönlichere Sprache entwickeln, sind die Bedingungen nach wie vor schwierig", bestätigt Pablo Trapero, dessen fünfter Spielfilm "Nacido y Criado" soeben in den argentinischen Kinos angelaufen ist.

Eine ihrer größten Krisen hat die argentinische Filmindustrie allerdings schon hinter sich. Anfang der 90er Jahre versiegten Geldquellen, als die großen europäischen Fernsehsender - bis heute zählen sie zu den wichtigsten Geldgebern und Koproduktionspartnern - zeitweilig ihren Fokus auf die Staaten des ehemaligen Ostblocks verlagerten. Zudem nahm das Publikumsinteresse am dominierenden Genre der "Verschwundenen"-filme ab, die die brutale Militärdiktatur unter Jorge Videla (1976-83) zum Thema hatten. Die Marktanteile argentinischer Produktionen gingen drastisch zurück und erreichten auf ihrem Tiefpunkt kaum vier Prozent der Kinobesucher.

Während die argentinische Wirtschaft im Jahre 2001 ihrem Zusammenbruch entgegensteuerte, schaffte die Filmindustrie den Weg aus der Krise. Mitte der 90er bildete sich eine Gruppe erfolgreicher Regisseure, die als "hormiguitas", "kleine Ameisen", bezeichnet werden und ihren Werken das Etikett "Neues argentinisches Kino" gaben. Als ihr Durchbruch galt das Jahr 1997, in dem der Low-Budget-Film "Pizza, Birro, Faso" von Bruno Stagnaro und Adrián Caetano auf dem Kinofestival von Mar del Plata gezeigt wurde. Ohne explizite Dogmen oder Vorbilder thematisieren die "Ameisen"-Regisseure alltägliche Ereignisse - die aufgrund der katastrophalen wirtschaftlichen Situation vieler Argentinier nicht selten von Unsicherheit und Gewalt geprägt sind.

Wie das lateinamerikanische Kino insgesamt - man denke nur an Produktionen wie "City of God" oder "Amores Perros" - ist auch der argentinische Film in Europa im Aufwind. Dass "Der Morast" ("La ciénaga") von Regisseur Lucrecia Martel bei der Berlinale 2001 den Alfred-Bauer-Preis gewann und der argentinische Regie-Altmeister Fernando Solanas 2004 mit dem Goldenen Ehrenbären ausgezeichnet wurde, ist also alles andere als ein Zufall. Im Jahr 2004 erhielt auch der argentinische Familienfilm "El abrazo partido" ("Family Law") von Daniel Burmann zwei Silberne Bären.

Und auch in ganz anderer Hinsicht ist Argentinien ein aufstrebendes Filmland: Von niedrigen Kosten und spektakulären Landschaften angelockt, haben dort schon einige internationale Konzerne Werbespots produziert - für Produkte, die für viele Argentinier noch unerschwinglich bleiben. EVA-MARIA VON GELDERN

http://www.arte.tv

Als DVD: http://www.amazon.de/Familia-Rodante-UK ... 73-4516565
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Surftipp für Journalisten 
Samstag, November 11, 2006, 22:10 - Special Moments
http://www.periodismo.com
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Billigflieger erobern Lateinamerika 
Sonntag, Oktober 29, 2006, 13:31 - Special Moments
von Andreas Spaeth

Billigflieger in Südamerika: Für die Lan aus Chile ist dies (noch) kein Thema. Zwar ist der Carrier vom "Cono Sur" inzwischen mit Tochterfirmen überall auf dem Kontinent vertreten,
aber nicht als Low Cost Carrier: Das ist bislang nur die brasilianische GOL. Es gibt neben Lan Chile z.B.Lan Peru, Lan Ecuador, Lan Argentina und einige andere, die unter dem Dach
der Lan-Gruppe selbständig operieren und sehr erfolgreich sind. Die Grupo Taca macht es ähnlich, wo es neben der Haupt-Taca noch Taca Peru gibt und in die Hauptgesellschaft bereits Costa Rica, Nicaragua, Guatemala und Honduras integriert sind.

Mehr Infos und Hintergrund zum Thema:
http://www.faz.net/s/RubB4457BA9094E4B4 ... ntent.html
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Auf gute Nachbarschaft mit Argentinien! 
Freitag, Oktober 27, 2006, 09:26 - Just So
http://www.condor.cl/1-3710.html
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