Avocado Hass - Persea Americana - Palta Reina 
Montag, Februar 12, 2007, 13:03 - Culinaria & Wine



Sushi, Guacomole, Salatbeilage oder Suppeningredienz: Die vielseitige Avocado wird in großem Stile auch in Chile angebaut. Besonders beliebt ist die Sorte "Hass", benannt nach einem Postboten gleichen Namens, der 1930 zufällig ein Bäumchen in seinem Garten fand. Der Laie erkennt diese Sorte Hass an der schwarzen, warzigen Haut.

Seit über 7.000 Jahren ist die köstliche, nährreiche Frucht in den subtropischen Amerikas bekannt. Dabei gibt es zwei unterschiedliche Theorien zu der Frage, wie die Avocado nach Chile kam: 1. durch die Inkas, die ihr Reich von Kolumbien bis Zentralchile ausdehnten. 2. durch die spanischen Eroberer, die Anfang des 17. Jahrhunderts von der peruanischen Küste nach Chile kamen.

Als gesichert hingegen gilt, dass Mitte des 19. Jahrhunderts neue Avocado-Samen nach Chile gelangten - zur Erweiterung der Produktion. Als aber plötzlich schwarze Früchte an den Avocadobäumen wuchsen, hielt man diese Früchte zunächst für giftig und verfütterte sie an die Schweine. Heute wird die Sorte "Hass" in Chile bevorzugt. Als sicher gilt auch, dass die chilenische Bezeichnung für Avocado (spanisch: "aguacate"), nämlich "palta", aus dem Quechua, der Sprache der Inkas, stammt. "Palta" war der Name einer Provinz mit Avocado-Vorkommen, die die Inkas im südlichen Ecuador eroberten.

In den vergangenen Jahren ist die Palta-Produktion in Chile stetig angestiegen - und steigt weiter. Allerdings mittelfristig mit leicht abnehmender Tendenz, schätzen Experten. Die Gründe: Die Weltmarktpreise für die "Paltas" fallen; der Konkurrenzdruck aus Mexiko in wichtigen Exportmärkten wie den USA steigt. Wachstum wird jedoch weiterhin für die Sorte "Hass" erwartet.

Zahlreiche Rezepte finden sich auf der Site "Comité de Paltas Hass de Chile A.G." sowie bei der Chilean Avocado Importers' Association.

Ein typisch chilenisches Rezept allerdings fehlt auf beiden Seiten: "Palta Reina" (Königsavocado, s. unten).

Mehr Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Avocado

Termintipp für Aficionados ist der Avocado-Weltkongress in Vina del Mar/Chile vom 12. bis 16. November: Congreso Mundial de Palta



Königs-Avocado
Palta Reina, neue chilenische Küche

Zutaten:
Reife, grosse Avocados (1/2 pro Person)
Hühnerbrust
Mayonnaise (hausgemacht)
½ Teel. Senf
Paprikaschote
Schwarze Oliven
Gekochte Eier
Kopfsalat

Zubereitung:
Die Avocados schälen, längs teilen und den Kern vorsichtig entfernen. Die 20 Minuten in Salzwasser gekochte Hühnerbrust (ohne Haut) fein schneiden, salzen und pfeffern und mit der Mayonnaise und dem Senf vermischen. Die Advocado-Hälften auf einem Teller auf Salatblättern anrichten, mit der Mischung füllen, und mit Mayonnaise, je einer Scheibe gekochtem Ei, Paprikastreifen und halbierten Oliven dekorieren.

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"Catch of the Day" aus dem kühlen Humboldt-Strom des Pazifik 
Freitag, April 14, 2006, 23:40 - Culinaria & Wine


Copyright: http://www.nonnenmacher-photographie.de


Chiles Nationalpoet Pablo Neruda hat alles mögliche in seiner Heimat besungen, sogar den Seeaal!
(Ode an den Seeaal, 1954). In der Landessprache: "Congrio". Diesen Fisch darf man sich allerdings
nicht wie einen fettigen Aal vorstellen. Bei "Seeaal" handelt sich vielmehr um einen weißen halbfesten Fisch. Eine Art Nationalfisch, der, "a la plancha", gebraten, mit knusprigem Brot, Zitrone oder Aiolli und einem Gläschen Sauvignon Blanc serviert wird oder auch als Fischsuppe. Hier das traditionelle Rezept
für diese "Caldillo de Congrio":

Zutaten:
1 grosser Seeaal (weißer Fisch, 2 bis 3 Kilo) – wahlweise anderer Seefisch mit weissem, nicht zu festem Fleisch (ungehäutet)
2 mittelgrosse Zwiebeln
2 grosse Tomaten
1 Glas trockener Weisswein (Sauvignon Blanc)
½ Liter Milch oder ¼ Liter Sahne
12 schwarze Oliven
6 mittelgrosse Kartoffeln
3 Essl. Pflanzenöl
2 Lorbeerblätter
1 Prise Oregano
1 Teel. scharfer Pfeffer, rot
1 Teel. gehackte PetersilieSalz

Für die Brühe:
Der Kopf/ die Köpfe des Fisches/der Fische
1 mittelgrosse Zwiebel
1 Möhre
1 Stengel Petersilie
4 Pfefferkörner

Zubereitung:
Zuerst wird die Brühe zubereitet. Fischkopf/köpfe in einem grossen Topf mit 2 l Wasser bedecken, Zutaten zugeben und bei mittlerer Hitze ½ Stunde leicht kochen (enventuell verdampfendes Wasser nachfüllen). Den Sud durch ein Sieb abgiessen, dabei Fisch und Gemüse leicht ausdrücken. Beiseite stellen.

Die Tomaten blanchieren und häuten, Saft und Kerne entfernen und in Stücke schneiden. Die Zwiebel in grobe Ringe schneiden, das Öl erhitzen und die Zwiebelringe mit den Tomatenstücken und den in Stückchen gebrochenen Lorbeerblättern erhitzen. Wenn die Zwiebel glasig ist, den Wein zugeben und etwa drei Minuten bei grosser Hitze kochen lassen. Die Kartoffeln schälen und längs in je sechs Stücke zerteilen. In kaltes Wasser legen. Die Oliven entkernen und längs in je vier Stücke zerschneiden. Den ausgenommenen Fisch (oder die Fische) quer in insgesamt sechs Stücke zerteilen, ohne die Haut zu entfernen.

Die Zwiebel-Tomaten-Masse zusammen mit den Kartoffeln in einen sauberen Topf geben, die Fischbrühe und Milch (oder Sahne) zufügen mit Salz, scharfem Pfeffer und Oregano würzen und bei Mittelhitze garen, bis die Kartoffeln bissfest sind. Die Oliven kurz vor dem Servieren zugeben, gehackte Petersilie überstreuen und heiss auftragen. Zitronensaft und frische Sahne sollten auf dem Tisch stehen, die nach Geschmack zugegeben werden können.
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La joie, c'est moi 
Dienstag, Februar 28, 2006, 22:46 - Culinaria & Wine

Mitten in Santiago. Früh übt sich...
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